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Gute Gründe für das Bahnprojekt Ulm–Augsburg

Pünktlichere Verbindungen in Bayerisch Schwaben

Bislang sind auf der Strecke Ulm–Augsburg der schnelle Fernverkehr sowie der langsamere Nah- und Güterverkehr in dichter Folge auf den gleichen Gleisen unterwegs. Das führt nicht nur zu Engpässen auf der Strecke, sondern sorgt auch immer wieder für Störungen und Verspätungen. Denn je mehr Züge auf einer Strecke verkehren und je enger die Züge hintereinander getaktet sind, desto anfälliger ist das gesamte System für Störungen und Verspätungen. Um zukünftig die Betriebsqualität und damit die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Züge in der Region zu verbessern, soll der Fernverkehr abschnittsweise auf neuen Gleisen unterwegs sein.

Deutsche Bahn AG / Axel Hartmann
Deutsche Bahn AG / Pablo Castagnola

Kürzere Fahrzeiten für die Region

Ulm und Augsburg rücken näher zusammen: Durch das Bahnprojekt Ulm–Augsburg können Züge auf der Strecke mit höheren Geschwindigkeiten fahren. Abschnittsweise ist auch eine direktere Streckenführung möglich. So wird die Fahrzeit zwischen Ulm und Augsburg verkürzt und auch die Reisezeiten darüber hinaus – beispielsweise von Ulm in Richtung München und von Augsburg in Richtung Stuttgart – werden kürzer. Das verbessert die Verknüpfung der gesamten Region mit dem Fernverkehrsnetz und steigert die Attraktivität von Bayerisch Schwaben. Auch der Nahverkehr profitiert von den kürzeren Fahrzeiten, beispielsweise durch den Wegfall von Überholvorgängen des schnelleren Fernverkehrs.

Mehr Verbindungen im Nah- und Fernverkehr

Das Bahnprojekt Ulm–Augsburg schafft Kapazitäten auf der überlasteten Strecke: So können zusätzliche Verbindungen im Nahverkehr Bayerisch Schwaben besser vernetzen. Mehr Verbindungen aus der Region in deutsche und europäische Großstädte mit weiteren Fernverkehrslinien können folgen – davon profitieren die Fernverkehrshalte in Ulm, Günzburg und Augsburg. Auch kann zusätzlicher Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagert werden und das Bahnnetz wird fit für die Zukunft.

DB Netz AG / Frederike Geyer
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Vorteile für die Region

Das Bahnprojekt Ulm-Augsburg stärkt den Nahverkehr in der Region Bayerisch Schwaben. Wir wissen schon heute, dass wir  zwei neue Gleise benötigen, um die Projektziele erreichen zu können. Die bestehende Strecke zwischen Ulm und Augsburg bleibt dabei erhalten und steht fast vollumfänglich dem Nahverkehr zur Verfügung. Durch die Trennung von Nah- und Fernverkehr werden auf der jetzigen Strecke neue Kapazitäten für den Nahverkehr geschaffen. Das heißt nicht nur, dass mehr Regionalzüge fahren können, sondern dass sie auch pünktlicher und zuverlässiger sind. Davon profitiert die Region.

Fernverkehrshalt Günzburg

Der Fernverkehrshalt in Günzburg bleibt am heutigen Bahnhof bestehen. Das hat der Bund so bestimmt. Das bedeutet aber nicht, dass eine neue Strecke zwingend über Günzburg führen muss. Über Weichenverbindungen können die Fernverkehrszüge von der neuen auf die alte Strecke und damit nach Günzburg fahren. Es ist also nicht geplant, den Bahnhof Günzburg zu verlegen; Günzburg behält den Anschluss am Fernverkehrsnetz. Mit dem dritten Entwurf des Deutschlandtaktes sollen sich die Fernverkehrsverbindungen in Günzburg sogar verbessern: Jede Stunde hält in jede Richtung ein Fernverkehrszug in Günzburg. Damit verdoppeln sich die Verbindungen im Gegensatz zu heute. 

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Deutsche Bahn AG / Christian Martin

Mehr Mobilität und Teilhabe durch barrierefreien Ausbau von Bahnhöfen

Mobilität ist die Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben. Gerade für ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung ist das nicht selbstverständlich. Der stufenlose Zugang zu Bahnsteigen ist auch für Reisende mit schwerem Gepäck oder Kinderwagen ein wichtiges Anliegen. Im Zuge des Bahnprojekts Ulm–Augsburg ist der barrierefreie Ausbau vieler Bahnhöfe geplant. 

Umweltschutz und bessere Luft in der Region

Klima- und Umweltschutz sind erklärte Konzernziele der Deutschen Bahn. Um die Bahn sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr als klimafreundliche und wirtschaftliche Alternative zum Straßenverkehr zu etablieren, brauchen wir ein modernes und leistungsfähiges Schienennetz. Nur dadurch kann zukünftig noch mehr klimaschädlicher Straßenverkehr auf den umweltfreundlichen Verkehrsträger Schiene verlagert werden – auch in Bayerisch Schwaben. Das Bahnprojekt Ulm–Augsburg trägt direkt dazu bei und leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Umwelt und Klima.

An der Donau, Foto: DB Netz AG / Frederike Geyer
Europäische Magistrale Paris-Wien-Budapest

Verknüpfung starker Wirtschaftsräume in Europa

Die „Magistrale für Europa“ bildet eine zentrale europäische Schienenverbindung in Ost-West-Richtung. Sie führt von Paris nach Stuttgart, über den Streckenabschnitt Ulm–Augsburg weiter nach München und von Wien bis nach Budapest und Bratislava. Damit verbindet die Magistrale insgesamt 35 Millionen Menschen in fünf verschiedenen Staaten. Durch den Streckenausbau auf der gesamten Magistrale werden Reisezeiten verkürzt und Verbindungen verbessert. So trägt die Magistrale zum Zusammenwachsen der Menschen in Europa bei und stärkt die Wirtschaftsräume, die sie verbindet.

Downloads zum Projekt

Präsentationen, Protokolle, Links und Videos: Unter Downloads gibt's alle Infos rund um das Projekt.

Herzlich Willkommen auf dem Virtuellen Infomarkt

DB Netz AG

Herzlich Willkommen beim Bahnprojekt Ulm-Augsburg und auf unserem virtuellen Infomarkt. Auf vier Themeninseln erklären Projektleiter Markus Baumann sowie die Ingenieure Matthias Bürle und Johannes Metzger die Hintergründe und den Planungsprozess des Bahnprojekts Ulm-Augsburg. Hier lang gehts zum Infomarkt!

So werden Großprojekte bei der Deutschen Bahn geplant

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