Bahnprojekt Ulm - Augsburg: Es ist vermessen!

Vermessungsarbeiten in Burgau, Foto: Sebastian Becker / DB E&C

Seit Oktober letzten Jahres fanden zwischen Augsburg und Ulm die Vermessungsarbeiten im Zuge der Grundlagenermittlung des Bahnprojekt Ulm – Augsburg statt. Die Untersuchungen an der Strecke sind fast abgeschlossen.

10 Monaten lang liefen Vermessungstechniker die Bahnstrecke zwischen Ulm und Augsburg auf und ab. Der Grund dafür ist das Bahnprojekt Ulm – Augsburg. Denn das Projekt befindet sich zurzeit in der Grundlagenermittlung. Dazu gehört auch die Vermessung der bestehenden Strecke zwischen Ulm und Augsburg. Das heißt, das Team untersucht in dieser Startphase alle bisher bestehenden Pläne und Daten, um daraus die Anforderungen und Bedingungen an das Bahnprojekt erschließen zu können. Für die Grundlagenermittlung ist es besonders wichtig, möglichst detaillierte Ergebnisse zu erhalten, denn das erleichtert die zukünftige Arbeit des Projektteams.

Millimetergenau im Großprojekt
Das Vermessungsteam teilte die lange Strecke zunächst in zwei ca. 40 Kilometer lange Abschnitte auf. Von Oktober 2019 bis Februar 2020 untersuchten sie den ersten Abschnitt von Augsburg bis Jettingen. Anschließend beendeten sie den zweiten Abschnitt von Jettingen bis Ulm vor wenigen Tagen. Das sechsköpfige Team identifizierte zuvor spezielle Punkte entlang der Strecke, die für die Vermessungsarbeiten relevant sind.
Erst dann ging es an die Vermessungsarbeiten. Hierbei handelte es sich noch nicht um die Vermessung der Gleise, sondern um die Vermessung der vorher festgelegten Punkte entlang der Schienen. Pro Abschnitt wurde das Messverfahren in drei Schritten durchgeführt, dabei kamen jeweils unterschiedliche Messgeräte zum Einsatz, die die Lagedaten der Punkte aus unterschiedlichen Höhen und Winkeln aufzeichneten. Bei einem der Verfahren empfingen die Messgeräte Satelliteninformationen, um den genauen Standort zu bestimmen; in anderen Verfahren arbeiteten die Geräte mit Lasertechnik, um die Höhenlagen der Messpunkte zu erfassen. Um ein millimetergenaues Ergebnis zu erhalten, werden die Punkte jeweils etwa 150 Mal aufgenommen.

Im Herbst kommt die Gleisvermessung
Das Ergebnis liegt nun bald vor und wird aus einem kleinteiligem Punktenetz mit absoluten Höhenangaben der einzelnen Punkte und der Höhenunterschiede untereinander bestehen. Dieses Punktenetz ergibt schließlich die Grundlage für die Gleismessungen, die ab Oktober beginnen. Mit einem Messwagen auf den Gleisen werden die Daten der Punktvermessung ergänzt. Um den Zugverkehr tagsüber nicht zu beeinträchtigen findet die Gleisvermessung in den Nachtstunden statt.

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