Bahnprojekt Ulm-Augsburg stellt erste Planungsergebnisse vor

Projektkoordinierungsrat startet coronakonform in Augsburg /Foto: DB Netz AG

Es gibt Neuigkeiten! Am Freitag fand die Auftaktsitzung des Projektkoordinierungsrates zum Bahnprojekt Ulm-Augsburg statt. DB-Konzernbevollmächtiger für den Freistaat Bayern Klaus-Dieter Josel stellte an diesem Termin die ersten Planungsergebnisse vor. Denn das Team hat die Planungen in den letzten Wochen und Monaten bereits soweit vorangetrieben, dass wir nicht nur unsere Raumwiderstandskarte, sondern auch vier Trassierungsräume vorstellen konnten. Somit hat das Bahnprojekt Ulm-Augsburg die Grundlagenermittlung hinter sich gelassen und startet nun in die zweite Leistungsphase, die Vorplanung.

Projektkoordinierungsrat gegründet

Am Freitag fand die erste Sitzung des Projektkoordinierungsrates "Bahnprojekt Ulm-Augsburg" statt. In diesem Gremium sind unter anderem vertreten: Stadtoberhäupter, Landräte, Mandatsträger aus Europaparlament, Bundes- und Landtag, sowie auch die IHK und Verbände aus Umwelt und Landwirtschaft.

"Das Projekt Ulm-Augsburg nimmt eine wichtige Rolle im bayerischen Schienennetz ein.", betonte Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für den Freistaat Bayern, auf der heutigen Sitzung. "Zumal dieser, etwas 85 Kilometer lange Abschnitt zwischen der Iller und dem Lech eine Art Lückenschluss darstellt auf der großen europäischen West-Ost-Magistrale zwischen Paris-Stuttgart-München-Wien und Bratislava. In wenigen Jahren wird die Neubaustrecke von Stuttgart nach Ulm fertiggestellt sein und östlich von Augsburg Richtung München haben wir ja bereits vier Gleise - es fehlt also nur noch das Zwischenstück in Bayerisch-Schwaben."

Das Bahnprojekt Ulm-Augsburg spielt eine wichtige Rolle in der Etablierung des Deutschlandtaktes. Daher hielt Philipp Blümel vom Bundesverkehrsministerium einen Vortrag über den dritten Entwurf des Deutschlandtaktes, der im Sommer vorgestellt wurde. Aufgrund der aktuellen Situation war uns Herr Blümel über eine digitale Konferenz zugeschaltet.

Der Projektkoordinierungsrat wurde digital nach Berlin übertragen / DB Netz AG

Vier Trassierungsräume von Ulm nach Augsburg

Für das Bahnprojekt Ulm-Augsburg gilt es nun, diese Lücke zu schließen. Wir müssen dabei die vom Bund vorgegebenen verkehrlichen Anforderungen, unter anderem Fahrzeitverkürzung um rund eine Viertelstunde auf 26 Minuten, sowie Züge mit Höchstgeschwindigkeit 300 km/h, Güterzugtauglichkeit und gleichermaßen die Siedlungsgebiete und Naturschutzräume berücksichtigen.

In der Auftaktsitzung war es schließlich soweit und Projektleiter Markus Baumann hat die vier Trassierungsräume zwischen Lech und Iller, innerhalb derer nun eine Streckenführung gesucht wird, vorgestellt.

Die vier Trassierungsräume einschließlich einer Untervariante bestehen jeweils aus einer Mischung von unterschiedlich langen Ausbau- und Neubaustreckenteilen. Teilweise verlaufen sie parallel zur Autobahn, teilweise auch entlang der bestehenden Strecke. Die Trassierungsräume sind 500-Meter breite Bänder, die sich auf rund 70 Kilometer Länge zwischen Ulm und Augsburg entlang ziehen. Im nächsten Planungsschritt werden sie auf nur 20 Meter breite Linien konkretisiert. Viele Schutzgebiete lassen nur wenig Platz für die neue Strecke. Vermutlich werden wir in vielen Fällen auch Tunnelabschnitte zu untersuchen haben. 

Die vier Trassierungsräume vom Bahnprojekt Ulm-Augsburg/Foto: DB Netz AG

 

 

Virtueller Infomarkt ist online

Wir wollen unsere Planungen weiterhin ergebnisoffen vorantreiben. Daher haben wir nach den ersten Informationen für die Kommunalpolitik auch einen virtuellen Infomarkt auf der Projekthomepage freigeschaltet. Neben einigen Informationen zu den Hintergründen und Planungsprozessen gibt es auch eine interaktive Karte. Mit dieser Karte können sich Interessierte im Detail die einzelnen Trassierungsräume und Raumwiderstände ansehen. Zum virtuellen Infomarkt mit interaktiver Karte geht es hier entlang. 

Im Downloadbereich finden Sie die Präsentation sowie das Protokoll der ersten Sitzung. Ebenso können Sie dort die Raumwiderstandskarte sowie die Karten der einzelnen Trassierungsräume runterladen. 

Fragen, Ideen und Anregungen, die uns per Mail oder über das Kontaktformular erreichen, nehmen wir gern auf. Gern kommen wir auch in die Region zu den einzelnen Städten und Gemeinden und beantworten- soweit es die Situation zulässt - persönlich die Fragen. Zudem folgen in den kommenden Wochen auch Online-Veranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger.

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