Die Karla Kolumna von Ulm-Augsburg

Frederike ist unsere rasende Reporterin auf und neben der Strecke. Seit Juni 2019 ist sie mit Leib und Seele für die Projekt-Kommunikation verantwortlich. Durch ihren Wortwitz und der charmanten Art vermittelt sie alle relevanten Themen rund um das Bahnprojekt Ulm-Augsburg. Normalerweise führt sie die Interviews, doch nun haben wir ihr auf den Zahn gefühlt:

Wie lange bist du schon beim Bahnprojekt und was ist deine Funktion?

Im Juni darf ich einjähriges Jubiläum beim Bahnprojekt Ulm-Augsburg feiern. Als Projektkommunikatorin kümmere ich mich um alles, was Öffentlichkeitsarbeit angeht, und unterstütze das Team und unseren Projektleiter Markus Baumann in Sachen Kommunikation.

Warst du davor schon bei der Bahn? Wenn ja, als was?

Die Bahnfamilie ist eine neue Erfahrung. Zuvor war ich in einer kleinen PR-Agentur angestellt. Für einen so großen Konzern zu arbeiten, bedeutete eine große Umstellung für mich. Was mich bei der Bahn vor allem beeindruckt: So groß der Konzern auch sein mag, er ist sehr familiär. Nicht umsonst spricht man von der Bahnfamilie – ich fühle mich hier also sehr wohl.

Warum liegt dir das Projekt am Herzen?

Mir liegt das Projekt aus mehreren Gründen am Herzen:

  • Meine Familie lebt sowohl in Augsburg wie auch am Bodensee. Ich bin die Strecke also seit Kindheitstagen hin – und hergefahren. Dadurch konnte ich schon die ein oder andere Baumaßnahme verfolgen (Beispiel: Neu-Ulm 21). Die Verbindung zwischen Ulm und Augsburg vereint damit nicht nur zwei Regionen, sondern auch meine Familie miteinander; für mich bedeutet die Strecke also ein Stück weit Heimat. Wenn wir hier mehr Kapazitäten schaffen, profitiert die gesamte Region von den Verbesserungen – sowohl im Fern- wie auch im Nahverkehr.
  • Der Austausch mit der Öffentlichkeit während der Planungen ist enorm wichtig, denn ohne den Dialog mit der Region schaffen wir es nicht. Nur gemeinsam mit den Anwohnern können wir erfolgreich planen. Zum Glück bin ich von Natur aus ein sehr kommunikativer Mensch - es macht mir viel Spaß, der Öffentlichkeit unser Bahnprojekt vorzustellen und dabei in regem Austausch zu sein. Langweilig wird es jedenfalls nie.
  • Ein weiterer Grund ist für mich die Umwelt. Eine Verkehrsverlagerung auf die Schiene spart enorm viel CO-2-Emissionen ein. Dafür müssen aber erst die Kapazitäten geschaffen werden. Wir sorgen in Bayerisch Schwaben dafür und darauf bin ich auch stolz!

 

Unsere rasende Reporterin Frederike, Foto: Matthias Bürle, DB Netz AG

Wie genau sieht dein Arbeitsalltag aus?

Meine Tätigkeit lässt sich grob in zwei Bereiche einteilen: Öffentliche und interne Kommunikation. Mein Arbeitsalltag ist von Tag zu Tag sehr vielfältig und nie gleich.

Das Projekt ist in der Region schon recht bekannt, es gibt aber viele Fragen zu klären. Momentan besteht die große Aufgabe darin, das Projekt, die Planungen sowie die Planungsdauer intensiv vorzustellen.  Wir wollen die Öffentlichkeit immer auf dem Laufenden halten. Dazu gestalte ich Homepage, Flyer und öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen. Auch ein intensiver Austausch mit der Presse, Stakeholdern und den politischen Vertretern der Kommunen gehören zur externen Kommunikation; hier unterstütze ich tatkräftig unseren Projektleiter.

Wir arbeiten jetzt in der Grundlagenermittlung schon eng mit anderen Projekten und Unternehmen der Deutschen Bahn zusammen. Das Projekt muss also innerhalb der großen Bahnfamilie Bekanntheit erlangen. Daher herrscht auch intern ein reger Austausch und Informationsfluss.

In beiden Fällen bin ich von den fachlich technischen Informationen meiner Kollegen abhängig. Ohne Teamwork geht hier gar nichts. Ich habe das Glück, zu einem Team zu gehören, das diese Ansicht teilt.

Was treibt dich an? Welche Themen sind dir wichtig?

Wie ich oben schon gesagt hatte, ist Umweltschutz in wichtiges Thema. Privat setze ich es so gut es geht um (Nutella ist eine große Schwäche von mir). Um mich auch beruflich damit auseinandersetzen zu können, habe ich mich für dieses Projekt entschieden.

Was muss man in Augsburg unbedingt getan / gesehen haben?

Es gibt so vieles, was Augsburg so toll macht. Ich kann mich den Tipps meiner Kollegen nur anschließen und könnte noch so viel ergänzen. Meine Highlights sind der Kräutergarten, die Wolfzahnau, wo die Flüsse Lech und Wertach ineinanderfließen, und das Planetarium. Vor allem die Vorstellung „Mythen im Himmel“, die zu jeder Jahreszeit läuft, ist ein echter Geheimtipp.

Worauf dürfen sich deine Kollegen freuen, wenn sie mit dir arbeiten?

Ich habe IMMER etwas Süßes in meiner Schublade (und ich teile sie auch). ;) 

Auf welche schrägen Eigenheiten können sich deine Kollegen gefasst machen? :)

Ich esse total ungern mit Gabeln. Ich nutze - soweit es geht - überwiegend Löffel. 

Was machst du beim Bahnfahren am Liebsten?

Zugfahren bedeutet für mich Entspannung. Ich schaue einfach aus dem Fenster, höre Musik oder lese. Über Verspätungen rege ich mich dabei nur selten auf: Ich kann dann meist noch ein oder zwei Kapitel lesen und schneller werden wir durchs Meckern ja auch nicht.

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