Vermessungsarbeiten: Mit neuer Technik in die nächste Runde

Vermessungsarbeiten bei Dinkelscherben, Foto: Frederike Geyer, DB Netz AG

Wie wir bereits berichtet hatten, wird die Bahnstrecke zwischen Ulm und Augsburg vermessen. Nachdem die Nivellierungsmessungen im östlichen Teil zwischen Gessertshausen und Augsburg abgeschlossen sind, wird derzeit der Abschnitt von Augsburg bis Jettingen mit der GNSS-Messtechnik vermessen.

Im gesamten Messverfahren gibt es drei Messarten, die während der Vermessungsarbeiten zum Einsatz kommen: Nivellierung, GNSS-Messungen und tachymetrische Messungen.
Aktuell werden im Abschnitt Augsburg bis Jettingen die GNSS -Messungen (global navigation satellite system) durchgeführt. Dazu werden in einem Abstand von 500 Metern vier Empfänger an bestimmten Punkten entlang und außerhalb des Bahndamms aufgestellt, die von den Satelliten der GNSS-Satellitenkonstellation Signale erhalten. Anhand dieser Signale können Position und Höhenpunkte genau gemessen werden. 30 Minuten lang müssen die Empfänger gleichzeitig die Signale erhalten, um verwertbare Ergebnisse messen zu können. Im 43 km langen Abschnitt zwischen Jettingen und Augsburg gibt es insgesamt 150 Punkte, die zweimal im GNSS-Verfahren gemessen werden müssen.

Zuvor konnte in einem ersten Schritt bereits die Nivellierung zwischen Gessertshausen und Augsburg abgeschlossen werden. Ende Oktober erfolgt die Fortsetzung bis Jettingen.

Im November und Dezember finden schließlich die tachymetrischen Vermessungen statt, die die absoluten Höhenpositionen der einzelnen Punkte vermessen und in einem Punktenetz darstellen. Dann sind die Vermessungsarbeiten im Abschnitt Augsburg-Jettingen beendet. Nächstes Jahr ist der westliche Teil der Strecke von Jettingen bis Ulm an der Reihe.

Das Ergebnis aller drei Schritte ist ein kleinteiliges Punktenetz mit absoluten Höhenangaben der einzelnen Punkte und der Höhenunterschiede untereinander und ergibt somit die Grundlage für die zukünftigen Gleismessungen.

Die Messungen der drei einzelnen Verfahren ergänzen die bereits bestehenden Lagepläne und Karten mit aktuellen und punktgenauen Informationen und Daten. Gemeinsam mit den bestehenden Plänen fließen diese Erkenntnisse in eine präzise, dreidimensionale Vermessung entlang der Strecke ein, um als Grundlage für die Planungsmethodik BIM (building information modelling) zu dienen.

Zurück

Aktuelles

Mediathek

Kontakt

Jobs