Virtueller Dialog mit großer Resonanz

Hinter den Kulissen, Foto: DB Netz AG / Frederike Geyer

Vergangenen Montagabend machte das Bahnprojekt Ulm-Augsburg einen weiteren Schritt im Bürgerdialog und führte eine erste Informationsveranstaltung für alle Bürger*Innen in der Region durch. Aufgrund der Corona-Situation fand die Veranstaltung als Webcast im digitalen Raum statt. Auch wenn dies ein neues Format ist, fand der Webcast in der Region eine große Resonanz.

Etwa 640 Zuschauer waren beim Webcast am Montag, 7. Dezember, dabei und sahen zu, wie Projektleiter Markus Baumann und Projektingenieur Johannes Metzger den Bahnausbau erläuterten. Themen waren die Hintergründe zum Bahnprojekt sowie Chancen und Zielen für die Region. Außerdem wurden die Planungsprozesse des Großprojekts vorgestellt. Danach wurde es konkreter: Im zweiten Teil ging es um den aktuellen Projektstand mit einer Raumwiderstandskarte und den vier Trassierungsräumen mit einer Untervariante, die das Team in den vergangenen Monaten erarbeitet hat.

Anschließend gab es die Möglichkeit, Fragen zu stellen. 530 Fragen und Anmerkungen, in denen es neben Umweltschutz und Planungsprozessen auch um den Fernverkehrshalt in Günzburg, die Vorteile für den Nahverkehr und der Sanierung der Bahnhöfe entlang der bestehenden Strecke ging, zeigten, dass das Interesse am Bahnprojekt sehr hoch ist.

An dem Abend ist deutlich geworden, dass das Bahnprojekt nicht nur ein technisches, sondern auch ein emotionales Thema ist: Zum einen befürwortet die Region das Projekt und gibt uns Rückenwind. Die Anwohner*Innen haben bereits jahrelang für Verbesserungen im Schienenpersonenverkehr zwischen Ulm und Augsburg gekämpft. Es gibt aber auch kritische Stimmen, die sich um den Umweltschutz sorgen. Ein Thema, das auch der Bahn am Herzen liegt. Wir wollen die Umwelt und Natur so gut es geht schützen, daher sind wir bei großen Projekten, wie auch beim Bahnprojekt Ulm-Augsburg, im ständigen Austausch mit Umweltbehörden. Im Raumordnungsverfahren, das wir für den Jahreswechsel 2022/2023 anstreben, prüft die Regierung von Schwaben die Trassierungsräume auf Umweltverträglichkeit und ob diese den landesplanerischen Belangen entsprechen.

 „Es ist uns wichtig, dass wir uns nicht nur mit der Politik und den Verbänden austauschen. Der Dialog mit der Bevölkerung ist uns ein großes Anliegen und wir profitieren sehr von den Tipps und Anregungen aus der Region. Daher freuen wir uns auch, dass der Webcast mit so einem hohem Interesse verfolgt wurde“, resümiert Projektleiter Markus Baumann.

Intensiver Dialog im neuen Jahr

Der Webcast steht nun für 4 Wochen zum Ansehen oder Download zu Verfügung. Besuchen Sie bei der Gelegenheit doch auch gern unseren virtuellen Infomarkt. Dort finden Sie verschiedene Videos, in denen das Team Hintergründe und Planungsprozesse erklärt. Außerdem kommen Sie dort auch zu unserer interaktiven Karte, in der Sie sich die Trassierungsräume genau ansehen können.

Im neuen Jahr möchten wir den Dialog mit der Region weiter intensivieren – sofern die Pandemie-Situation es zulässt. Geplant ist ein großes Dialogforum, in dem kommunale Vertreter sowie Verbände teilnehmen. Außerdem werden wir mit einem Infomobil unterwegs sein und in die einzelnen Gemeinden und Städte fahren, um weiter in einem intensiven Austausch mit den Anwohner*Innen zu stehen.

Besuch im Kreistag Augsburg

Am gleichen Tag noch vor dem Webcast nutzte Markus Baumann die Möglichkeit, den aktuellen Planungsstand sowie die Trassierungsräume im Kreistag Augsburg vorzustellen. Der Landkreis Augsburg setzt sich vor allem für die Sanierung der Bahnhöfe sowie für Verbesserungen im Nahverkehr ein. Der Projektleiter verwies dabei darauf, dass diese Aspekte nicht im Projektauftrag enthalten sind. Allerdings hat die zuständige Bayerische Eisenbahngesellschaft bereits die Weichen gestellt für eine Verdopplung des Regionalverkehrs. Denn die jetzige Strecke wird künftig fast ausschließlich vom Regionalverkehr befahren. Damit schaffen wir die Möglichkeit, die Kapazitäten zu erhöhen und den Nahverkehr zu beschleunigen.

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