Wir beschleunigen von Null auf Lean – Teil II

Die Verkehrswende von der Straße auf die Schiene kann nur mit einer wettbewerbsfähigen Schieneninfrastruktur erfolgen. Für die Deutsche Bahn heißt das: Bauen, bauen, bauen! Die neue Infrastruktur soll am besten so schnell wie möglich zu Verfügung stehen, daher muss sich unser Projektteam ganz schön beeilen, also sprinten! Im ersten Teil der Lean-Schulung lernten wir, was Prozessbeschleunigung, sprich Lean-Management, eigentlich ist. Im zweiten Teil wurde uns nun die Lean-Werkzeuge gegeben, Prozesse zu beschleunigen und Aufgaben damit schneller zu erledigen.

 

Alles eine Frage der richtigen Kommunikation

Wie wichtig gute Kommunikation ist, sieht man oft an den Feinheiten in den Ergebnissen. Viel zu oft reden Menschen aneinander vorbei und wundern sich, dass der Gesprächspartner ihn nicht versteht. Dies wurde uns mithilfe eines Lego-Experiments deutlich gemacht. In einer interdisziplinären Lerneinheit bildeten wir ein Team aus drei Personen. Freude und Neugier waren groß, als wir erfuhren, dass wir Lego spielen durften. Ganz so einfach war es dann aber doch nicht: Die Kunst bestand darin, ein vorgeformtes Legogebilde nachzubauen, aber nur nach Gehör. Ein Teammitglied gab die Anweisungen - Spicken war nicht erlaubt! Die Ergebnisse sprechen für sich: Kein Legogebilde sah so aus wie es sollte. Was wir dabei schmerzlich gelernt haben: Kommunikation ist ganz schön schwierig, denn es kommt auf die richtige Botschaft und Übermittlung an! Doch im Team zu arbeiten, funktioniert nur dann, wenn es für die Kommunikation klare Regeln sowie Wege gibt und wenn alle an einem Strang ziehen.

Foto: Frederike Geyer, DB Netz AG

To-Do-Listen sinnvoll abschaffen

Der Großteil aller Menschen arbeitet die ihm aufgetragenen Aufgaben mit To-do-Listen ab, am besten sogar noch in starrer, chronologischer Reihenfolge. Manche speichern ihre Aufgaben auch einfach im Kopf ab. Bei kleineren Aufgaben, wie z.B. dem Wochenendeinkauf, in dem in einer bestimmten Abfolge verschiedene Geschäfte angefahren werden müssen, ist dies auch sehr sinnvoll.

Bei so großen Projekten wie unserem ist es allerdings möglich, dass To-do-Listen an einigen Stellen ineffizient sind und wir richtig viel Zeit verlieren. Deutlich effizienter ist es, wenn freie Ressourcen im Team genutzt werden. Deshalb durften wir im zweiten Modul des Lean-Managements die Methoden des Kanban und Scrum kennenlernen. Hier ziehen sich die Mitarbeiter des Teams die Aufgaben, für die sie freie Ressourcen und das notwendige Know-How haben, selbst vom so genannten Scrum-Board und erzielen durch klare, regelmäßige Kommunikation in der Gruppe kurzerhand Ergebnisse. Denn nur wenn alle Mitarbeiter wertschöpfend arbeiten, kommen wir schnell zum erwünschten Ergebnis. Wir spurten quasi ins Ziel.

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